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Essenzen 6

»Du meinst, ich soll immer jung bleiben?«
»Nein. Jung bleiben kann jeder Depp, selbst wenn er auf Krücken hinkt und aus der Schnabeltasse trinken muss. Schau dir Archie an. Obwohl er sich gebärdet wie ein Jugendlicher, auf Facebook und MySpace ist und sich keine Jacke ohne Kapuze überstülpt, ist doch letzten Endes ein alter Trottel. In Wahrheit ist er gealtert, weil er das Alter an sich herangelassen hat. Das geschieht dadurch am effektivsten, indem man blindlings die Insignien der Jugend übernimmt, ohne etwas über das geheime Leben der wirklich Jungen zu wissen. Nicht altern heißt aber, immer der zu bleiben, der man war. […]«

— Akif Pirinçci, Felipolis

192m Bungee-Sprung

Gestern am 2. Oktober habe ich mir einen Wunsch erfüllt, der mich nun mehr als drei Jahre begleitet. In diesem Sinne, und ohne viele Worte: 3… 2… 1… Bungy!

An dieser Stelle möchte ich noch Jessy und Melanie danken. Dank euch kenne ich Innsbruck nun fast so gut wie Stuttgart, hatte viel zu lachen und habe einen guten Grund noch einmal zu kommen. Ihr seid großartig! :)

Can you teach me to feel it?
I’ll take it step by step, so I’ll never miss a thing

— Mesh, Step by Step

Und wenn ich falle?

Es ist kein Fehler, über den eigenen Rand zu schauen — sich Neuem zu öffnen. Aber wie es wohl sein mag, über ihn hinweg zu schreiten, um in die Tiefe zu fallen? Ich werde sehen.

3… 2… 1…

Happy Birthday, mupfelofen.de!

Heute vor fünf Jahren wurde dieses Blog geboren und ich bin mir sicher, dass er mich noch weitere fünf Jahre begleiten wird. Hiermit danke ich allen, die sich hin und wieder auf diese Seite verlaufen und sich die Zeit nehmen meine Beiträge zu lesen. Ich freue mich jedenfalls auf die kommende Zeit und wünsche euch auch weiterhin viel Spaß beim Lesen, Stöbern und Schmunzeln!

In diesem Sinne und ohne große Worte:

Haltet die Uhren an. Vergesst die Zeit. Ich will euch Geschichten erzählen. — James Krüss, Timm Thaler oder Das verkaufte Lachen

Jede Ära hat ein Ende

Nach einem Wechsel zu einer anderen Blogsoftware, bekommt dieser auch sogleich ein neues Äußeres. Es ist nun zwar nicht mehr ganz so schick wie zuvor, aber das werde ich mit Sicherheit noch ändern — irgendwann. :)

Die letzten beiden Designs findet ihr hier:

Mehr Inhalt, weniger Kunst! — Hamlet; 2. Akt, 2. Szene / Königin

Essenzen 5

Seine ganze Kindheit hindurch hatte er erlebt, wie doppelbödig die Leute mit Gott hantierten. Seine Eltern taten noch heute nach außen hin so fromm, wie es in der Gemeinde opportun war, aber in Wirklichkeit führten sie ein Leben, das unbeeindruckt war von den Lehren der Religion, der anzugehören sie vorgaben. Ein guter Christ sein hieß, an Weihnachten in die Kirche zu gehen und für wohltätige Zwecke zu spenden, wenn es sich nicht vermeiden ließ, und auch dann nur so viel wie nötig, um nicht unangenehm aufzufallen. […]

Religion, das war für seine Eltern, und überhaupt für alle Leute die er kannte, eine Art Regenschirm. Bei schönem Wetter denkt man überhaupt nicht an seinen Regenschirm. Erst wenn es regnet, fällt er einem wieder ein. Aber wirklich glauben — das tat niemand, den er kannte.

— Andreas Eschbach, Das Jesus Video

Ein abendlicher Gast

Am 20. Juli, also vor 3 Tagen, machten wir, Ertes und ich, einen recht sonderbaren Fund, als wir wie so oft am Residenzschloss spazieren gingen: ein Mauersegler-Junges, das wohl zu früh aus seinem Nest geflogen ist.

Wie verzweifelt versuchte unser kleiner Freund, in die Luft zu kommen, schaffte es aber nicht, da er zum einen noch zu klein dafür war und zum anderen wie alle seiner Art nicht dafür geschaffen ist, am Boden zu sein.

Wir nahmen ihn also mit nach Hause und schon ein paar Stunden später gaben wir ihn in gute Hände. Bis dahin war es eine schöne Zeit und ich habe wohl mehr über diese wundervollen Geschöpfe gelernt als in all den Jahren zuvor.

An dieser Stelle danke ich nochmals allen, die sich an dieser kleinen Rettungsaktion beteiligten. :)

Wir sind gleichsam Zwerge, die auf den Schultern von Riesen sitzen, um mehr und Entfernteres als diese sehen zu können – freilich nicht dank eigener scharfer Sehkraft oder Körpergröße, sondern weil die Größe der Riesen uns zu Hilfe kommt und uns emporhebt. — Bernhard von Chartres